Neo/biota - Sophia Schillik
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Neo/biota

Hand aufs Herz: Schlummert nicht in jedem von uns eigentlich ein Langschläfer? Am liebsten würden wir uns doch alle nach dem Weckerklingeln noch einmal umdrehen und eine Runde weiterdösen. Spät frühstücken. Aber dann so richtig gut. Erik Scheffler und Sonja Baumann haben das erkannt und daraus nicht nur einen Lifestyle, sondern gleich ein neues Restaurantkonzept gemacht – in Köln so bisher einzigartig.

Ein bisschen müssen wir uns leider noch gedulden. Noch steckt das Power-Duo mitten in den Umbau- und Vorbereitungsarbeiten zu ihrem neuen Laden. Ab Mitte Mai aber soll es in den ehemaligen Rämlichkeiten des Poisson Imbiss endlich losgehen. Dann gibt es in dem kleinen Eckladen in der Ehrenstraße (Ecke Kleine und Große Brinkgasse) quasi zwei Restaurants in einem: Morgens im „Neo“ von 10 bis 15 Uhr feinste Frühstücksspezialitäten wie Bircher Müsli, Eggs Benedict, Armer Jan oder Weißwurstburger. Und abends im „Biota“ kreative Fine Dining-Küche in gewohnter Baumann-Scheffler-Stilistik, als feststehendes Menü mit all inklusive-Preisen – also tutto completto mit alkoholfreier, gemischter oder reiner Weinbegleitung plus Wasserflatrate plus Kaffee – konzipiert.

Hier ein kleiner Einblick „Behind the scenes“:

Nomen est … ok, wir erklären das kurz mal

Soweit zum Konzept. Jetzt zum Namen. Anders als bei Oma Kleinmann oder Falafel König tut sich hier vielleicht doch ein wenig Erklärungsbedarf auf – es sein denn man ist seines Zeichens Hobby-Zoologe. Als NeoBiota bezeichnet man in der Tierkunde eine Art, die sich an einen neuen Lebensraum angepasst und sich im Laufe der Zeit schließlich durchgesetzt hat.

Ähnlich ging es den beiden Köchen: Nicht-Kölner, Fremdgewächse, Immis sozusagen, die in der und rund um die Domstadt ihren neuen Wirkungskreis fanden und sich hier mittlerweile pudelwohl fühlen. Da lag der Schritt zum Bau eines eigenen Habitat irgendwann lage. Ihren Küchenstil bezeichnen sie als „Wohlfühlküche mit integrativ deutscher Handschrift“. Internationale und nationale Klassiker werden aus der Schublade geholt, ohne sie in die nächste zu stecken. Und irgendwie gelingt es den beiden auf ziemlich lässige Weise, altbekannten Gerichten einen neuen Dreh zu verleihen, so dass kosmpolite Fine Dining-Liebhaber sich für (behutsam adaptierte) deutsche Hausmannskost erwärmen können – und sich für Fine Dining-Ungeübte die Hemmschwelle enorm reduziert.

Zwei Köche, zwei Konzepte, ein Ort des Geschehens

Geübt haben Erik Scheffler und Sonja Baumann in den letzten Jahren auf jeden Fall genug, als dass da irgendetwas schief gehen könnte. Die beiden sind keine Unbekannten in der hiesigen Gastroszene: Zuletzt leiteten sie zusammen die Küche des Gut Lärchenhof. Die Spitzengastronomie hat sie geprägt und geschliffen, trotzdem wollen sie sich mit ihrem eigenen Restaurant „näher am Gast platzieren“ statt mit perfekt gedrechselten Tellern „in Schönheit zu sterben.“ Klar, abends sind die Preise nicht unbedingt etwas für every day, aber hin und wieder kann man sich so ein 4-Gang-Menü durchaus mal gönnen – zumal vor und nach den eigentlichen Gerichten ein paar Häppchen/Amuse bouche/petit fours geschickt werden und die Getränke integriert sind. Und alleine die Aussicht, an einem Donnerstag Mittag mit einem Cocktail in der Hand perfekt pochierte Eggs Benedict zu löffeln oder in eine Weißwurstlaugensemmel zu beissen – traumhaft.
Wer auf erstklassige Produkte, kreative Gerichte, gute Drinks und eine entspannte Atmosphäre steht, kommt also am Neobiota – so viel ist sicher – kaum vorbei.

Update: Die folgenden Fotos stammen von einem Frühstücksbesuch im Juni.


Restaurant NeoBiota

Ehrenstraße 43c
Ecke Große & Kleine Brinkgasse
50762 Köln
+49 221 270 889 08

www@restaurant-neobiota.de

Öffnungszeiten:
Dienstag – Samstag
10 bis 15 Uhr Frühstück (no reservation)
18.30 bis 22 Uhr Dinner (feste Menüpreise all ink.)

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